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Impressionen vom Sommerfest der Diak-Behindertenhilfe Schöneck

 

„Vom Pflegling zum geistig behinderten Menschen mit Selbstbestimmungsrechten“

Die Diak-Behindertenhilfe feiert dieses Jahr ein doppeltes Jubiläum: 110 Jahre Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und 30 Jahre Schöneck. Das Sommerfest im Schöneck am 4. Juli der Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen. Viele Gäste aus Nah und fern feierten mit. Eröffnet wurde das Fest mit einem Gottesdienst auf der Festwiese unter dem Motto "Die Diak-Behindertenhilfe bewegt" mit Pfarrer Dr. Andres Hinz. Zum Pauluswort „Viele Glieder, ein Leib“ wurde mit Bewohnern ein gemeinsam gestalteter „Schöneck-Mensch“ aus den einzelnen Körperteilen zusammengesetzt. Die musikalische Gestaltung übernahm eine Bläsergruppe aus dem Haller Kirchenbezirk. Renate Fischer, Bereichsleiterin der Diak-Behindertenhilfe, zeigte in ihrer Rede einen Bogen „vom Pflegling zum geistig behinderten Menschen mit Selbstbestimmungsrechten“ auf. Sie erzählte von den Anfängen im Jahre 1900, der wechselvollen Geschichte und der heutigen Arbeit mit nahezu 200 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. „Das ist eine großartige Leistung, die Sie Tag für Tag erbringen“, sagte der Schwäbisch Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sichtlich bewegt in seinem Grußwort. Er freute sich, dass das Schöneck aufgrund der Stadtentwicklung inzwischen mitten in einer „1A-Wohnlage“ liegt und der Gedanke der Inklusion hier gelebt wird. Dies unterstrich auch die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Württemberg Heike Baehrens in ihrem Grußwort. „Nicht der Menschen soll zu den Angeboten passen, sondern die Angebote zum Menschen“, sagte sie auch im Blick auf den erhöhten Versorgungsbedarf für Senioren mit Behinderung und versicherte, sich auch künftig gemeinsam mit anderen Trägern für die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe einzusetzen. „Bleiben Sie in Bewegung“, rief sie den Zuhörern zu. Auch der Sozialdezernent des Landkreises Thomas Haag gratulierte zum Jubiläum. Just zum Schluss seines Grußwortes setzte ein Regenschauer ein, so dass das Mittagessen im stillgelegten Hallenbad serviert wurde. Zum Glück schien aber schnell die Sonne wieder, und das Nachmittagsprogramm konnte wie geplant auf der Festwiese beginnen. Das Ensemble der Freilichtspiele Schwäbisch Hall bot ein paar begeisternde Kostproben aus dem Kinderstück „Die Bremer Stadtmusikanten“, die Akteure der Hundeschule Mai gaben auf vier Pfoten ihr bestes, und auch die Kindertanzgruppe des TSC Grün/Weiß begeisterte die Zuschauer mit ihrer Aufführung. Die Diak-Theatergruppe spielte den unterhaltsamen Familienschwank „Die Wasserkur.“ Spiel- und Aktionsstände für Groß und Klein mit Flohmarkt, Tombola und Bücherantiquariat luden zum Bummeln, Stöbern und Staunen ein. Die “lebendige Musikbox“ und die „Dunkelbar“ waren ebenfalls interessante Anziehungspunkte. Zum musikalischen Abschluss spielte die Big-Band des Schulzentrums Michelbach/Bilz fetzigen Jazz auf der Festbühne.

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