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Chefarztwechsel in der Radiologie des Diakonie-Klinikums

 

von links: Privatdozent Dr. Martin Libicher, Vorstandsvorsitzender Pfarrer Stephan M. Zilker, Geschäftsführer Dr. Peter Haun, Dr. Detlev Rehnitz

Dr. Detlev Rehnitz nach 28 Jahren in Ruhestand, Nachfolger ist Privatdozent Dr. Martin Libicher

Seit 01.07.2010 ist Privatdozent Dr. Martin Libicher als neuer Chefarzt des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie am Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall tätig. Er trat die Nachfolge von Dr. Detlev Rehnitz an, der zum 31.07.2010 in Ruhestand ging.

Dr. Libicher, Jahrgang 1964, stammt aus Heidelberg. Er studierte dort von 1985 bis 1991 Humanmedizin an der Ruprecht-Karl-Universität. 1987 war er als Anatomieassistent für ein Semester an der Harvard Medical School (Boston, USA), und 1989/90 DAAD-Stipentiat an der Universität Manchester (Großbritannien). Er promovierte 1992 und erhielt 1993 seine Approbation. Nach zwei Jahren als AIP und Assistenzarzt am Krankenhaus Speyrer Hof war Dr. Libicher von 1994 bis 2006 am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. Er erwarb 2000 den Facharzt für Diagnostische Radiologie, Fachkunde Strahlenschutz für das Gesamtgebiet der Röntgendiagnostik und Computertomografie. Im gleichen Jahr wurde er zum Strahlenbeauftragten und Oberarzt ernannt. Er leitete sämtliche diagnostischen Funktionsbereiche  und übernahm die radiologische Betreuung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) am Universitätsklinikum Heidelberg. 2006 habilitierte er sich und wechselte als Leitender Oberarzt an die Radiologische Klinik des Universitätsklinikums Köln. Hier war er unter anderem Mitglied des CIO (Centrum für Interdisziplinäre Onkologie). Herr Dr. Libicher ist nicht nur in der Forschung und der klinischen Tätigkeit, sondern auch in der Hochschullehre engagiert und hat zahlreiche Veröffentlichungen herausgegeben.

Dr. Detlev Rehnitz war 28 Jahre in der Radiologie des Diakonie-Klinikums tätig, seit 1984 als Chefarzt. In dieser Zeit entwickelte er Abteilung zu einer hochmodernen Einheit, die mit jeder Klinik zusammenarbeitet. Es gibt nahezu keinen Patienten, der nicht zur Diagnose in die Radiologie kommt. Auch bei den fächerübergreifenden Zentren nimmt die Radiologie eine wichtige Rolle ein.
Als Dr. Rehnitz 1982 seinen Dienst begann, gab es weder Ultraschall noch einen Computertomographen (CT). In den vergangen Jahrzehnten wurde die Radiologie im Diak ständig erweitert und ausgebaut. 1985 wurde das erste CT angeschafft - bereits ein Ganzkörpergerät, während andere Kliniken noch der Meinung waren „das brauchen wir nicht“ und nur auf Schädel-CTs setzten. In den 90er-Jahren wurde es durch ein Spiral-CT abgelöst, und seit 2008 stehen im Diak zwei hochmoderne CTs, die hochauflösende dreidimensionale Bilder vom Inneren des Körpers liefern. Jährlich werden hier rund 11 Tausend Untersuchungen durchgeführt.
1993 wurde im Diakonie-Klinikum ein Kernspintomograph angeschafft, der in Kooperation mit einem niedergelassenen Arzt betrieben wird.
Ein weiteres Standbein ist die interventionelle Radiologie. Dabei werden unter Röntgenkontrolle verschlossene und verengte Gefäße durchgängig gemacht.
Zu Beginn wurden etwa zwei Gefäßuntersuchungen pro Woche durchgeführt, heute sind es sechs bis sieben pro Tag.
Ein weiterer Meilenstein war 2008 erreicht, als im gesamten Diakonie-Klinikum das digitale Röntgenarchivierungssystem PACS eingeführt wurde. Seitdem ist das Diak ein „ein filmlose Krankenhaus“, die Röntgenbilder können von den berechtigten Personen für jeden Patienten zu jeder Zeit an jedem Monitor aufgerufen werden.

Für Dr. Rehnitz, der 1945 in München geboren wurde, war schon früh klar, dass er Mediziner werden wollte. Nach dem Abitur in Soltau studierte er Medizin an der Universität Bonn. Seine Facharztausbildung absolvierte er in Berlin. Ursprünglich wollte er in die Immunologie gehen (Doktorarbeit im Fach Biochemie), doch da keine Stelle frei war, entschied er sich für die Radiologie. Diesen Entschluss hat er nie bereut „die Radiologie ist das Richtige für mich“ stellt Rehnitz fest. Als Er verstand sich immer als Klinischer Radiologe, der sich in allen Fachgebieten auskennt, da die Diagnostik sehr zentral ist.
Für den Ruhestand hat sich Dr. Detlev Rehnitz vorgenommen, mehr Zeit mit der Familie verbringen. Vor wenigen Tagen wurde im Diakonie-Klinikum seine zweite Enkelin geboren. Da der Sohn von Dr. Rehnitz ist ebenfalls ein engagierter Radiologe ist, wird er auch fachlich am Ball bleiben. Er wird sich auch noch nicht ganz aus der Arbeitswelt zurückziehen, für Mitte August hat er eine Urlaubsvertretung angenommen.

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