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Augenklinik

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Pro Jahr werden etwa 1700 Patienten im Diakonie-Klinikum augenärztlich behandelt. Der Schwerpunkt liegt, schon infolge der Erkrankungshäufigkeit in der Bevölkerung, bei der Operation des Grauen Stars. Es kommen dabei überwiegend hochmoderne (Kleinschnittchirurgie mit Ultraschallzertrümmerung der Augenlinse) wie bewährte Operationsmethoden zum Einsatz. Die bei vielen Patienten erzielbaren Erfolge mit rascher Wiederherstellung eines guten Sehvermögens verbreiten eine positive Stimmung auf der Station.

Behandelt werden auch alle Formen des Grünen Stars, sowohl laserchirurgisch wie operativ. Größere Fehlstellungen und Tumore der Augenlider werden ebenso operiert wie Verletzungen des Auges und seiner Umgebung. Darüberhinaus gehört die Behandlung von Tränenwegserkrankungen bei Säuglingen wie bei Erwachsenen zum Spektrum der Augenabteilung. Schieloperationen sind in den vergangenen Jahren erfreulicherweise seltener geworden. Seit 1992 werden sogar Hornhautübertragungen vorgenommen.

Neue Entwicklungen in der Augenheilkunde betreffen die Netzhaut- und Glaskörperchirurgie. Solche Operationen werden bisher nur an großen Augenkliniken vorgenommen. Die entsprechenden Voraussetzungen, um solche Eingriffe auch hier durchführen zu können, befinden sich im Aufbau.

Auch werden jedes Jahr über 400 Patienten, die während eines Krankenhausaufenthaltes in eineranderen Fachklinik Augenbeschwerden oder -erkrankungen aufweisen, im Rahmen des Konsiliardienstes untersucht und behandelt. Dabei nimmt die Betreuung von Frühgeborenen, die ein erhöhtes Risiko für Netzhautveränderungen haben, eine bedeutende Stellung ein.

Die instrumentelle und gerätemäßige Ausstattung ist in den vergangenen Jahren auf modernen Stand gebracht worden: Ein Operationsmikroskop mit Videodokumentationsmöglichkeit, ein Spül-Saug-Ultraschall-Gerät, ein Kälte-Verödungs-Gerät und hochwertige mikrochirurgische Instrumente stehen zur Verfügung.

Die rasche Weiterentwicklung der entsprechenden Technologien macht auch künftig immer wieder größere Investitionen erforderlich: So wird in Kürze ein Austausch des Operationssystems (Ultraschall/ Glaskörperausschneidung) erfolgen müssen. Der Argon-Laser, der hauptsächlich für die Behandlung von Netzhauterkrankungen eingesetzt wird, wird durch ein mobiles Gerät, welches auf Station wie im OP Verwendung findet, ersetzt werden müssen.

Neue Operationsmethode "Netzhaut-OP" im Diakonie-Krankenhaus

Für komplizierte Eingriffe am hinteren Augenabschnitt mussten Patienten bisher an die Unikliniken Heidelberg, Würzburg oder Tübingen überwiesen werden. Nach der Anschaffung der nötigen Geräte und Instrumente werden solche Operationen jetzt im Diakonie-Krankenhaus durchgeführt.

Die Pars-plana-Vitrektomie ist eine Methode, die besonders bei Netzhautschäden durch Diabetes, bei Netzhautablösungen und bei Glaskörperblutungen zum Einsatz kommt und einen Erhalt der Sehleistung bewirkt. Insbesondere Diabetes ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung.

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